Friedhofskapelle
Von der Kirche zur Friedhofskapelle
Der Kern der heutigen Friedhofskapelle, ein Saalbau mit Turm, stammt aus der Zeit nach 1400 und verweist auf einen spätgotischen Ursprung. In der Barockzeit erfuhr das Gebäude wesentliche Erweiterungen: 1704 wurde der Chor angebaut und 1760 das Langhaus errichtet.
Im Jahr 1898, nach der Fertigstellung neuen Kirche (Eifeldoms), wurde die nun alte Kirche nicht abgerissen, sondern erhielt eine weltliche Funktion als Jugendheim. Das entscheidende Jahr für ihre heutige Bestimmung ist 1965. In diesem Jahr wurde die Trägerschaft des Friedhofs vom Bistum Trier auf die Zivilgemeinde Langenfeld übertragen. Gleichzeitig mit diesem administrativen Wechsel wurde die alte Kirche offiziell zur Friedhofskapelle gewidmet und erfüllt diese Funktion bis heute.
Die Friedhofskapelle ist in der Denkmalliste des Landes Rheinland-Pfalz als „Einzeldenkmal" geführt. Dieser Status würdigt seine historische, künstlerische und kulturelle Bedeutung. Die Kapelle ist Teil einer „Gesamtanlage mit altem Friedhof". Ein zentrales Element dieser Gesamtanlage ist eine Sammlung von 19 Grabkreuzen, die sich auf dem Friedhofsgelände befinden. Diese Kreuze stammen aus dem 16. bis 18. Jahrhundert und sind damit teilweise älter als manche Bauteile der Kapelle selbst.